Die Information über den Verdacht der Veruntreuung von Geldern des Kreises durch einen Verwaltungsbeschäftigten sorgte für große Unruhe und Aktivität in der Kreisverwaltung, in den Verwaltungen der Städte und Gemeinden im Kreis Stormarn, sowie in der CDU-Kreistagsfraktion. Die Vorsitzenden der im Kreistag vertretenen Fraktionen und der Hauptausschussvorsitzende Hans Werner Harmuth wurden sofort vom Landrat über den Untreueverdacht in Kenntnis gesetzt. Um die Transparenz zwischen Verwaltung und Ehrenamt zu gewährleisten wurden anschließend auch alle Kreistagsabgeordneten über diesen besonderen Vorgang informiert. Das Arbeitsverhältnis des ehemaligen Mitarbeiters der Kreisverwaltung, der in seinem Brief einräumte mindestens 440 000 Euro unterschlagen zu haben, wurde vom Landrat mit sofortiger Wirkung beendet.
Dazu Hans Werner Harmuth (CDU), Vorsitzender des Stormarner Hauptausschusses:
„In den nächsten Wochen und Monaten wird sich die CDU-Kreistagsfraktion sicherlich noch sehr oft mit dem Unterschlagungsfall und seinen Folgen beschäftigen. Unklar ist bei dieser Angelegenheit bisher noch, ob es sich tatsächlich nur um 440 000 Euro handelt, oder ob die Schadensumme noch höher ist. Die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion sind über die Höhe und den Unterschlagungszeitraum geschockt.“
Nicht nur die CDU-Fraktion weiß, dass man kriminelle Handlungen nicht vollständig verhindern kann, aber es wird die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion dabei enorm interessieren, ob es Versäumnisse auf Seiten des Kreises gegeben hat.„In enger Abstimmung mit der Verwaltung und dem Ehrenamt hat der Landrat das Rechnungsprüfungsamt beauftragt, eine Schadensanalyse vorzunehmen. Die Ergebnisse der Untersuchungen von Kreisverwaltung, Polizei und Staatsanwaltschaft werden den Mitgliedern des Hauptausschuss in einer Sondersitzung am Mittwoch, den 26. Mai mündlich vorgetragen“, führt Harmuth weiter aus.Die CDU-Fraktion wird die Verwaltungsleitung auffordern, alle Vorgänge mit Geldbewegungen zu überprüfen und Kontrollen derart zu gestalten, dass zukünftig ähnliche Fälle nicht wieder vorkommen können. Uns ist dabei aber auch klar, dass es immer wieder schwarze Schafe geben wird. Das gemeinsame Ziel wird neben der Verbesserung der Kontrolle sein, die genaue Schadensumme festzustellen und anschließend beim Verursacher bzw. bei der Versicherung geltend zu machen.Abschließend stellt der Vorsitzende der Stormarner Hauptausschusses Hans Werner Harmuth fest: „Trotz dieses Vorganges sind wir immer noch der Auffassung, dass die Mitarbeiter der Kreisverwaltung jeden Tag gute Arbeit leisten und dies auch in Zukunft tun werden!“